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Für Prüfer & Auditoren

Was Sie als Prüfer:in von uns bekommen

Diese Seite richtet sich an Wirtschaftsprüfer:innen, die Interne Revision, externe Auditor:innen und die Aufsicht. Sie beschreibt, welche Unterlagen Ihr Mandant aus Agentic360 übergeben kann, was darin steht, welche Angaben Sie selbst nachprüfen können und wo die Grenzen liegen.

Was im Evidence-Bundle steckt

Kern ist das Audit-Paket: ein ZIP-Archiv, das genau einen Scan-Stand festhält. Hinzu kommen Prüfberichte zu einzelnen Agenten-Antworten und das Ereignisprotokoll des Prüfungsauftrags.

.zip

Audit-Paket je Scan-Stand

Management-Bericht als PDF; Befunde, Bearbeitungsverlauf und Kontroll-Verantwortliche als CSV; Scan-Metadaten als JSON; dazu eine README. Mandantenweite Register – Betroffenenanfragen, Vorfälle, Risikobewertungen – sind nur enthalten, wenn der Export mit Administratorrechten erstellt wird.

00_manifest.json

Manifest mit SHA-256 je Datei

Nennt den Scan, Zeitstempel in UTC, die Inhaltsliste, SHA-256-Wert und Größe jeder Datei, die Methodenversion der Bewertung und die Aussagegrenzen des Pakets.

00_manifest.json.sig

Signatur des Manifests

Das Manifest ist mit Ed25519 signiert: 00_manifest.json.sig enthält die Signatur (base64) über die exakten Bytes von 00_manifest.json, 00_manifest.signer.json die Angaben zum Schlüssel. Da das Manifest den SHA-256-Wert jeder Datei nennt, erfasst die Signatur das ganze Paket. Die öffentlichen Schlüssel stehen mit Schlüssel-ID, Algorithmus und Gültigkeitszeitraum unter https://agentic360.de/api/v1/public/audit-signing-keys; nach einem Schlüsselwechsel bleiben ältere Schlüssel gelistet.

02_findings.csv

Befunde mit Prüfstatus

Je Befund Rahmenwerk, Control-ID, Schweregrad, Status, Empfehlung und Zuständigkeit. Dazu Prüfstatus, Vier-Augen-Vermerk (unabhängig geprüft, Selbstprüfung oder nicht feststellbar), Risikoakzeptanzen mit Frist und Begründung sowie der Abschlussgrund.

03_audit_trail.csv

Bearbeitungsverlauf

Jeder Eintrag zu einem Befund mit Art, Verfasser:in und Zeitstempel in UTC.

PDF

Prüfbericht je Agenten-Antwort

Für eine einzelne Antwort im Chat: Frage, Antwort, verknüpfte Quellen, der antwortende Agent, das eingesetzte Modell, der Guardrail-Status und die Zeitstempel. Eingabe und Ausgabe jeder Antwort werden durch die Guardrails geprüft; das Ergebnis steht an der Antwort.

JSON

Eingabe-/Ausgabe-Hash und Policy-Herkunft

Zu jeder Antwort speichert die Plattform den SHA-256-Wert der Eingabe – des Textes, den die Modell-Pipeline erhalten hat – und der gespeicherten Ausgabe (Schema-Version 1: NFC-normalisiertes UTF-8, ohne Abschneiden von Leerzeichen). Der Abschnitt Policy-Herkunft im Prüfbericht nennt die Guardrail-Konfiguration, mit der die Antwort geprüft wurde – ihr Fingerprint ist der SHA-256-Wert über die tatsächlich angewandte Konfiguration, deren Stand nur ergänzt, nie überschrieben wird –, und bei MCP-Werkzeugaufrufen die OPA-Policy-Entscheidungen mit Paket, Modus, Ergebnis sowie Modul mit Policy-Version und Hash. War die Guardrail-Prüfung nicht verfügbar, ist das an der Antwort vermerkt. Policy-Texte führen eine unveränderliche Versionshistorie mit Gültigkeitszeitraum. Den Prüfbericht gibt es als PDF und als JSON.

Fundstelle

Quellenangaben

Die Erklärungsansicht nennt zu jeder verknüpften Quelle das Dokument und, soweit vorhanden, Abschnitt oder Seite, den zitierten Textauszug, die Dokumentversion und den Abrufzeitpunkt – so lässt sich die Fundstelle im Original aufschlagen.

SHA-256

Hash-verkettetes Ereignisprotokoll

Je Prüfungsauftrag werden Anlage, Scan-Start und -Ende, Attestierung, Auslieferung und Berichtserstellung als SHA-256-Kette protokolliert. Die Datenbank lässt weder Änderung noch Löschung von Einträgen zu.

Scan

Wiederholbare Evidenzerhebung

Bei jedem Scan erhebt die Plattform die Evidenz aus den angebundenen Systemen neu. Scans lassen sich zeitgesteuert wiederholen, sodass Stände nicht erst zum Stichtag entstehen.

Formate: ZIP mit PDF, CSV und JSON · Auftragsbericht als PDF oder DOCX · Prüfbericht zu Einzelantworten als PDF oder JSON

So prüfen Sie selbst nach

Sieben Schritte für eine Stichprobe. Die ersten drei erledigen Sie mit eigenen Werkzeugen, ohne Zugang zur Plattform; die Schlüsselliste für die Signaturprüfung ist öffentlich.

  1. Paket auf Unversehrtheit prüfen

    Berechnen Sie für jede Datei den SHA-256-Wert mit einem Werkzeug Ihrer Wahl, etwa sha256sum oder Get-FileHash, und vergleichen Sie ihn mit dem Eintrag in 00_manifest.json.

  2. Signatur prüfen

    Rufen Sie die veröffentlichte Schlüsselliste unter https://agentic360.de/api/v1/public/audit-signing-keys ab und suchen Sie die Schlüssel-ID aus 00_manifest.signer.json heraus. Prüfen Sie dann 00_manifest.json.sig über die unveränderten Bytes von 00_manifest.json mit dem öffentlichen Schlüssel aus der Liste. Die README im Paket enthält die Befehle – shasum, ein kurzes Python-Skript mit cryptography oder OpenSSL ab Version 3.

  3. Stichprobe ziehen

    Wählen Sie Befunde aus 02_findings.csv und verfolgen Sie in 03_audit_trail.csv, wer sie wann bearbeitet hat. Bewertungsstand und Zählwerte stammen aus derselben Berechnung wie Dashboard und Berichte zum selben Scan.

  4. Antwort bis zur Fundstelle zurückverfolgen

    Lassen Sie sich zu einer Agenten-Antwort den Prüfbericht geben. Schlagen Sie die genannte Quelle – Dokument, Abschnitt oder Seite, Version – im Original auf und vergleichen Sie den Textauszug.

  5. Antwort-Hash nachrechnen

    Lassen Sie sich den Prüfbericht derselben Antwort als JSON geben (GET /api/v1/chat/messages/{id}/audit-report?format=json). Berechnen Sie die SHA-256-Werte der Felder user_content und assistant_content und vergleichen Sie sie mit Eingabe- und Ausgabe-Hash im Bericht. Kopieren Sie den Text nicht aus dem PDF – Zeilenumbrüche dort sind Layout; die Rechenanleitung steht im Bericht.

  6. Freigaben nachvollziehen

    Der Vier-Augen-Vermerk zeigt je geprüftem Befund, ob unabhängig oder in Selbstprüfung bestätigt wurde. Die Attestierung eines Auftrags steht mit handelnder Person und Zeitpunkt im Ereignisprotokoll.

  7. Protokollkette prüfen lassen

    Die Kettenprüfung berechnet alle Hash-Werte des Ereignisprotokolls neu. Sie läuft in der Plattform und ist Administratorrechten vorbehalten – lassen Sie sie sich vorführen. Ergebnis: Kette intakt samt letztem Hash-Wert oder die Nummer des ersten abweichenden Eintrags.

Was wir nicht behaupten

Die Grenzen des Audit-Pakets stehen auch in seinem Manifest.

  • „Automatisiert prüfbar“ heißt: Für dieses Control sammelt die Plattform die Evidenz maschinell aus angebundenen Systemen. Es ist keine Aussage über die rechtliche Konformität – das Urteil treffen Sie.
  • Das Audit-Paket enthält automatisierte Prüfergebnisse eines Scan-Stands, soweit nicht anders vermerkt fachlich nicht geprüft. Es ist weder Zertifizierung noch Konformitätserklärung.
  • Agentic360 ist ISO 27001-orientiert, aber nicht zertifiziert – weder nach ISO 27001 noch nach einem der anderen genannten Standards.
  • Hash-Werte belegen, dass Dateien und Protokolleinträge nachträglich nicht verändert wurden, nicht, dass ihr Inhalt richtig ist. Ebenso belegt die Signatur Unversehrtheit und Herkunft des Pakets, nicht die Richtigkeit seines Inhalts. Sie erfasst das Manifest einschließlich generated_at, nicht aber den Zeitpunkt signed_at in 00_manifest.signer.json.
  • Eingabe-/Ausgabe-Hash und Policy-Herkunft werden seit dem 18. Oktober 2026 erfasst; ältere Antworten weisen „nicht erfasst (vor Einführung)“ aus. Statische .rego-Dateien sind nur über ihren Inhalts-Hash bestimmt, der Schwellenwert der Halluzinationsprüfung ist Umgebungskonfiguration, und generierte Policies werden in Antwortpfaden nicht abgefragt.
  • Nachweisdateien liegen nicht im Paket; die Nachweisreferenzen verweisen auf Datensätze in der Plattform.
  • Termine in den Befunden sind interne Behebungsziele, keine gesetzlichen Fristen. Ein Behördenanschreiben liegt nur auf ausdrückliche Anforderung bei und ist dann ein ungeprüfter Entwurf.
  • Zahlen wie „sechs Wochen Audit-Vorbereitung statt vier Tagen“ auf unseren Seiten sind Modellrechnungen, keine gemessenen Kundenwerte.

Prüferzugang

Einen Lesezugang für Ihre Prüfung sprechen wir mit Ihrem Mandanten ab. Eingerichtet wird er über dessen Benutzerverwaltung:

  • Die Administration Ihres Mandanten lädt Sie per E-Mail mit der Rolle „Prüfer/in“ ein. Die Rolle liest Compliance-Ergebnisse, Nachweise, Dokumente und das Audit-Log und ändert nichts. Der Einladungslink ist sieben Tage gültig.
  • Das Audit-Log und die Berichte des Compliance Scanners exportieren Sie selbst. Die Kettenprüfung bleibt der Administration vorbehalten; das Ergebnis führt Ihr Mandant Ihnen vor.
  • Eine automatische Befristung gibt es nicht: Der Zugang endet, wenn Ihr Mandant ihn entzieht. Legen Sie das Ende gemeinsam fest.

Prüfungsbegleitung besprechen

Sie bereiten eine Prüfung bei einem Mandanten vor, der Agentic360 einsetzt, oder möchten das Audit-Paket an einem Beispiel durchgehen? Wir zeigen Ihnen Aufbau und Prüfschritte in einer Demo.

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